| 1.0
AUSRÜSTUNG 1.1 DER STANDARDTISCH 1.1.1 Maße 1.1.2 Taschenöffnungen 1.1.3 Baulk-line und Baulk 1.1.4 Das D 1.1.5 Spots 1.2 BÄLLE 1.3 QUEUE 1.4 ZUSÄTZLICHE AUSRÜSTUNG 2.0 DEFINITIONEN 2.1 FRAME 1.0
AUSRÜSTUNG (1) Die
Spielfläche innerhalb der Stirnseiten der Banden soll 3569 mm x 1778 mm
betragen, mit einer Toleranz von jeweils 13mm. (2) Die
Höhe von Boden bis Bandenoberkante soll zwischen 851 mm und 876 mm
betragen. 1.1.2
Taschenöffnungen (1)
Taschen befinden sich in jeder Ecke (die zwei an der Spot-Seite werden
Kopftaschen, die zwei an der BAULK-Seite Fußtaschen genannt) sowie je
eine Tasche in der Mitte der Längsseiten (genannt Mitteltaschen). (2) Die
Taschenöffnungen sollen den von der WPBSA freigegebenen Schablonen
entsprechen. 1.1.3
Baulk-line und Baulk Eine
gerade Linie, parallel gezogen in einem Abstand von 737 mm zur Fußbande,
heißt BAULK-LINE. Diese Linie und der Raum zwischen der Linie und der
Fußbande wird BAULK genannt. 1.1.4
Das D Das
"D" ist ein Halbkreis im BAULK mit 292 mm Radius, dessen
Mittelpunkt auf der Mitte der BAULK-LINE liegt. 1.1.5
Spots Auf der
Längsachse des Tisches sind vier Punkte markiert: a) der
Spot (bekannt als Schwarzer Spot), 324 mm vom Punkt senkrecht unter der
Stirnseite der Kopfbande. 1.2 BÄLLE Die Bälle
sollen aus zugelassenem Material gefertigt sein, alle einen Durchmesser
von 52,5 mm mit einer Toleranz von 0,05 mm haben, und 1.3
QUEUE Ein
Queue soll nicht kürzer als 914mm sein und keine wesentliche Abweichung
von allgemein anerkannter, traditioneller Form sowie Aussehen aufweisen. 1.4 ZUSÄTZLICHE
AUSRÜSTUNG Verschiedene
Brücken, lange Queues (sogenannte Butts und Half-Butts), Verlängerungen
und Ansatzstücke dürfen von Spielern in schwierigen Spielsituationen
verwendet werden. Dazu zählen sowohl das normalerweise am Tisch
befindliche Zubehör als auch Ausrüstungsgegenstände des Spielers oder
des Schiedsrichters (siehe auch TZ 3.18). Alle Hilfsmittel zur Stoßdurchführung
müssen eine von der WPBSA genehmigte Form aufweisen. 2.0
DEFINITIONEN Ein
Frame umfaßt die Spieldauer vom ersten Stoß, mit allen Bällen wie in
TZ 3.2 beschrieben aufgesetzt, bis es beendet ist durch: 2.2
GAME Ein
Game ist eine vereinbarte oder vorgeschriebene Anzahl von Frames. 2.3
MATCH Ein
Match ist eine vereinbarte oder vorgeschriebene Anzahl von Games. 2.4 BÄLLE a) die
Weiße ist der Spielball. 2.5
SPIELER Die
Person, die zu spielen hat oder gerade spielt, ist der Spieler und
bleibt es, bis der Schiedsrichter entschieden hat, dass dieser, nachdem
er an der Reihe war, den Tisch verlassen hat. In Zweifelsfällen
entscheidet der Schiedsrichter. 2.6
STOSS (1) Ein
Stoß gilt als ausgeführt, wenn der Spieler den Spielball mit der
Queuespitze berührt. (2) Ein
Stoß gilt als korrekt, wenn keine Regelverletzung begangen wurde. (3) Ein
Stoß gilt nicht als beendet, bevor alle Bälle zum Stillstand gekommen
sind. (4) Ein
Stoß kann direkt oder indirekt ausgeführt werden, nämlich: a) ein
Stoß ist direkt, wenn der Spielball einen Objektball trifft, ohne
vorher an eine Bande zu stoßen. 2.7 POT Es gilt
als Pot, wenn ein Objektball nach Kontakt mit einem anderen Ball und
ohne Verletzung dieser Regeln in eine Tasche fällt. Dieser Vorgang wird
als potten bezeichnet. 2.8
BREAK Ein
Break ist eine Anzahl von Pots, resultierend aus aufeinanderfolgenden Stößen
in irgendeiner Aufnahme eines Spielers während eines Frames. 2.9 IN
HAND (1) Der
Spielball ist IN HAND a) vor
dem Beginn jedes Frames, (2) Er
bleibt IN HAND, bis a) er
regelkonform aus IN HAND gespielt wurde, oder (3) Der
Spieler wird als IN HAND bezeichnet, wenn der Spielball, wie oben
beschrieben, IN HAND ist. 2.10
BALL IM SPIEL (1) Der
Spielball ist im Spiel, wenn er nicht IN HAND ist. (2)
Objektbälle sind ab Beginn eines Frames im Spiel, bis sie gepottet
sind, oder Ball vom Tisch verursacht wurde. (3)
Farben sind wieder im Spiel, sobald sie wieder aufgesetzt sind. 2.11
BALL ON Irgendein
Ball, der regelkonform als erster vom Spielball getroffen werden darf,
oder ein Ball, der zwar nicht so getroffen werden kann, aber gepottet
werden darf, heißt BALL ON. 2.12
NOMINIERTER BALL (1) Ein
nominierter Ball ist der Objektball, den der Spieler mit dem Spielball
als ersten zu treffen gedenkt und ansagt oder zur Zufriedenheit des
Schiedsrichters anzeigt. Ein Anvisieren mit der Stoßbewegung reicht nur
in einer eindeutigen Situation aus. (2) Auf
Verlangen des Schiedsrichters muß der Spieler sagen, welchen Ball er
treffen will. 2.13
FREE BALL Ein
FREE BALL ist ein Objektball, den der Spieler als BALL ON nominiert (wie
in TZ 2.12), wenn er nach einem Foul gesnookert ist (siehe TZ 3.10). 2.14
BALL VOM TISCH Die
Bezeichnung Ball vom Tisch trifft zu, wenn ein Ball weder auf der
Spielfläche noch in einer Tasche zum Stillstand kommt, oder wenn der
Spieler ihn in die Hand nimmt, während er sich im Spiel befindet, mit
Ausnahme der Regel TZ 3.14 (9). 2.15
FOUL Ein
Foul ist jeder Verstoß gegen diese Regeln. 2.16
GESNOOKERT (1) Der
Spielball ist gesnookert, wenn ein direkter Stoß in gerader Linie auf
jeden BALL ON von mindestens einem Ball, der nicht on ist, ganz oder
teilweise verhindert wird. Wenn ein BALL ON (oder mehrere) an den beiden
äußersten Punkten getroffen werden kann, so ist der Spielball nicht
gesnookert. (2)
Gilt IN HAND, ist der Spielball dann gesnookert, wenn er von allen möglichen
Positionen im "D" und auf der "D"-Linie , wie oben
beschrieben behindert ist. (3)
Wenn der Spielball von mehreren Bällen, die nicht als BALL ON gelten,
daran gehindert wird, einen BALL ON zu treffen, dann a) gilt
derjenige Ball, der dem Spielball am nächsten liegt, als den Snooker
verursachender Ball. (4)
Gilt Rot als BALL ON und wird der Spielball von verschiedenen BÄLLEN
NICHT ON behindert, verschiedene Rote zu treffen, gilt keiner als
Snooker verursachender Ball. (5) Der
Spieler gilt als gesnookert, wenn der Spielball wie beschrieben
gesnookert ist. (6) Der
Spielball kann nicht von einer Bande gesnookert sein. Wenn der gerundete
Teil einer Bande den Spielball behindert und näher ist als ein BALL
NICHT ON, so gilt der Spielball nicht als gesnookert. 2.17
BESETZTER SPOT Ein
Spot gilt als besetzt, wenn ein Ball nicht dort aufgesetzt werden kann,
ohne einen anderen Ball zu berühren. 2.18
DURCHSTOSS Als
Durchstoß gilt, wenn die Queuespitze mit dem Spielball in Kontakt
bleibt, a)
nachdem der Spielball seine Vorwärtsbewegung begonnen hat oder 2.19
JUMP SHOT Als
Jump Shot gilt, wenn der Spielball irgendeinen Teil eines Objektballs überspringt,
egal, ob der Objektball dabei getroffen wird oder nicht, ausgenommen a) der
Spielball trifft zuerst einen Objektball und überspringt anschließend
einen anderen Ball. 2.20
MISS Als
MISS gilt, wenn der Spielball einen BALL ON nicht als ersten Ball trifft
und der Schiedsrichter entscheidet, daß der Spieler nicht seinen Fähigkeiten
entsprechend versucht hat, einen BALL ON zu treffen. 3.0 DAS
SPIEL 3.1
BESCHREIBUNG (1)
Snooker kann von zwei oder mehreren Spielern gespielt werden, die
entweder als Einzelspieler oder als Mannschaften antreten. Das Spiel
kann folgendermaßen zusammengefaßt werden: (2)
Jeder Spieler verwendet denselben Spielball; es gibt 21 Objektbälle: 15
Rote und sechs Farben: Gelb, Grün, Braun, Blau, Pink und Schwarz. Die
Punktwerte der Bälle betragen: Für Rot 1, Gelb 2, Grün 3, Braun 4,
Blau 5, Pink 6 und Schwarz 7 Punkte. (3)
Punkte werden durch das abwechselnde Potten von Roten und Farben
erzielt. Sind keine Roten mehr im Spiel, werden die Farben in
aufsteigender Folge ihrer Wertigkeit gepottet. (4)
Erzielte Punkte werden dem Spieler zur bisherigen Punktzahl addiert. (5)
Strafpunkte aus Fouls werden zur Punktzahl des anderen Spielers addiert. (6)
Eine jederzeit nutzbare Taktik ist es, den Spielball so zu hinterlassen,
daß der nächste Spieler gesnookert ist. Wenn ein Spieler oder eine
Mannschaft einen größeren Punkterückstand aufweist, als durch die Bälle
auf dem Tisch erzielt werden können, ist diese Taktik sehr wichtig, da
durch das Legen von Snooker Punkte aus Fouls erzielt werden können. (7) Der
Gewinner eines Frames ist der Spieler bzw. die Mannschaft a)
welche/r die meisten Punkte erzielt hat. (8) Der
Gewinner eines Games ist der Spieler bzw. die Mannschaft a)
welcher die meisten Frames oder die erforderliche Anzahl von Frames für
sich entschieden hat. 3.2
POSITION DER BÄLLE (1) Zu
Beginn jedes Frames ist der Spielball IN HAND und die Objektbälle wie
folgt aufgesetzt: a) die
Roten in Form eines gleichseitigen Dreiecks so dicht aneinander wie möglich,
sodaß die Rote an der Spitze des Dreiecks sich auf der Längsachse des
Tisches befindet, oberhalb und so nahe wie möglich zu Pink liegt, ohne
sie zu berühren. Weiterhin muß die Basis des Dreiecks so nahe wie möglich
und parallel zur Kopfbande liegen. (2)
Nach Beginn eines Frames darf ein Ball, der sich im Spiel befindet, nur
vom Schiedsrichter, nach angemessener Aufforderung durch den Spieler,
gereinigt werden. Ferner soll a) die
Position des Balles, sofern er nicht auf einem Spot liegt, mit einem dafür
geeigneten Gerät (Ballmarker) markiert werden, bevor der Ball von der
Spielfläche genommen wird. 3.3
SPIELVERLAUF (1) Die
Spieler sollen sich über die Spielreihenfolge einigen oder durch Los
entscheiden. (2)
Diese Reihenfolge darf während eines Frames nicht geändert werden, außer
daß ein Spieler nach einem Foul den nächsten Spieler weiterspielen
lassen kann. (3) Die
beiden Spieler bzw. Mannschaften müssen innerhalb eines Games
abwechselnd anstoßen. (4) Der
erste Spieler beginnt IN HAND. Das Frame beginnt, wenn sich der
Spielball auf der Spielfläche befindet und von der Queuespitze berührt
wurde, entweder, a)
indem ein Stoß gemacht wurde, oder (5)
Damit ein Stoß als korrekt gilt, darf kein Verstoß gemäß Regel 3.12.
begangen werden. (6)
Beim ersten Stoß, den ein Spieler macht, wenn er an die Reihe kommt,
gilt Rot oder ein FREE BALL, der anstelle von Rot angesagt wurde, als
BALL ON, bis sich keine Roten mehr auf der Spielfläche befinden. Werden
mehrere Rote in einem Stoß - oder ein FREE BALL, der anstelle von Rot
angesagt wurde, mit einer oder mehreren Roten in einem Stoß - gepottet,
so werden die Punkte sämtlicher Bälle gutgeschrieben. (7)
Wird Rot oder ein FREE BALL, der anstelle von Rot angesagt wurde,
gepottet, a) so
spielt derselbe Spieler den nächsten Stoß, bei dem der BALL ON nun
eine Farbe nach der Wahl des Spielers ist. Gelingt es ihm, die genannte
Farbe zu potten, so wird ihm der Wert der Farben gutgeschrieben und sie
wird neu aufgesetzt. (8)
Rote werden, wenn sie gepottet oder vom Tisch gesprungen sind, nicht
mehr ins Spiel gebracht, ohne Rücksicht darauf, daß ein Spieler
dadurch von einem Foul profitieren kann. Die Ausnahmen zu dieser Regel
sind in TZ 3.2 (2) b), TZ 3.9, TZ 3.14 (7), TZ 3.14 (9) und TZ 3.15
beschrieben. (9)
Wenn dem Spieler kein Pot gelingt oder er ein Foul begeht, muß er den
Tisch verlassen und der nächste Spieler ist an der Reihe. Er spielt von
dort weiter, wo der Spielball zum Stillstand gekommen ist oder aus IN
HAND, wenn sich der Spielball nicht auf der Spielfläche befindet. 3.4
ENDE EINES FRAMES, SPIELS ODER MATCHES (1)
Wenn sich nur mehr Schwarz auf dem Tisch befindet, beendet der erste
punkteinbringende Stoß oder ein Foul das Frame, außer wenn die zwei
folgenden Bedingungen zutreffen: a) die
Punktstände beider Spieler bzw. Mannschaften sind gleich (2)
Treffen beide Bedingungen, die in TZ 3.4 (1) angeführt sind, zu, dann a) wird
Schwarz auf dem Spot plaziert, (3)
Sollte der Gesamtpunktstand aus allen Frames über den Sieger eines
Spiels oder Matches entscheiden und die Gesamtpunktstände am Ende des
letzten Frames gleich sein, so muß Schwarz erneut auf dem Spot plaziert
werden (siehe TZ 3.4 (2)) und nach der gleichen Vorgangsweise über den
Spiel- bzw. Matchsieg entschieden werden. 3.5
SPIELEN MIT BALL IN HAND (1) Ist
der Spielball IN HAND, muß er aus einer Position innerhalb oder auf den
Linien des "D" gestoßen werden. Er darf jedoch in alle
Richtungen gestoßen werden. (2) Auf
Anfrage des Spielers muß der Schiedsrichter dem Spieler mitteilen, ob
der Spielball richtig (d.h. nicht außerhalb der Linie des
"D") plaziert wurde. (3)
Sollte die Queuespitze den Spielball berühren, während er im
"D" plaziert wird und ist der Schiedsrichter der Meinung , daß
der Spieler dabei nicht versucht hat, einen Stoß zu machen, so ist der
Spielball nicht im Spiel. 3.6
ZWEI BÄLLE WERDEN GLEICHZEITIG GETROFFEN Zwei Bälle
dürfen von der ersten Berührung durch den Spielball nicht gleichzeitig
getroffen werden, es sei denn, es handelt sich um zwei Rote oder einen
FREE BALL und einen BALL ON. 3.7 DAS
AUFSETZEN DER FARBEN (1)
Jede Farbe, die gepottet wurde oder vom Tisch gesprungen ist, muß vor
dem nächsten Stoß erneut aufgesetzt werden, bis sie abschließend
gepottet wird, wie in TZ 3.3.(7) beschrieben. (2) Ein
Spieler darf nicht dafür verantwortlich gemacht werden, wenn der
Schiedsrichter es versäumt, einen Ball korrekt zu aufzusetzen. (3)
Wenn beim Spiel auf die Farbe in ansteigender Reihenfolge (siehe TZ 3.3
(7) c)) eine Farbe irrtümlich aufgesetzt wird, so soll sie - nachdem
der Irrtum entdeckt wurde - von der Spielfläche entfernt werden, ohne
daß auf Foul entschieden wird, und das Spiel soll fortgesetzt werden. (4)
Wenn ein Spieler stößt und ein oder mehrere Bälle dabei nicht korrekt
aufgesetzt sind, so werden sie für die darauffolgenden Stöße als
korrekt plaziert angesehen. Befindet sich eine Farbe fälschlicherweise
nicht auf dem Tisch, so muß sie aufgesetzt werden a) ohne
daß auf Foul entschieden wird, wenn der betreffende Ball sich durch
einen vorangegangenen Irrtum nicht auf dem Tisch befand. (5) Muß
eine Farbe aufgesetzt werden, der Spot der betreffenden Farbe ist jedoch
besetzt, so wird sie auf dem Spot der höchsten freien Farbe plaziert. (6) Müssen
mehrere Farben aufgesetzt werden, deren Spots besetzt sind, hat der Ball
mit der höheren Wertigkeit beim Aufsetzen den Vorrang. (7)
Sind alle Spots besetzt, so muß die Farbe so nahe wie möglich an ihrem
Spot plaziert werden, und zwar zwischen dem betreffenden Spot und dem nächstgelegensten
Teil der Kopfbande. (8)
Sind beim Aufsetzen von Pink und Schwarz alle Spots besetzt und zwischen
dem betreffenden Spot und dem nächstgelegensten Teil der Kopfbande ist
ebenfalls kein Platz frei, so muß der Ball so nahe wie möglich an
seinem Spot plaziert werden und zwar auf der Mittellinie des Tisches
unterhalb des betreffenden Spots. (9) In
jedem Fall darf eine Farbe, wenn sie aufgesetzt wird, keinen anderen
Ball berühren. (10)
Damit eine Farbe richtig aufgesetzt ist, muß sie mit der Hand auf den
zutreffenden Spot gebracht werden. 3.8
TOUCHING BALL (1)
Wenn der Spielball so zum Stillstand kommt, daß er einen oder mehrere
andere Bälle, die im nächsten Stoß BALL ON sein könnten, berührt,
so soll der Schiedsrichter auf TOUCHING BALL entscheiden und auf den
Ball oder die Bälle zeigen, den oder die der Spielball berührt und die
BALL ON sein könnten. (2)
Wurde auf TOUCHING BALL entschieden, so muß der Spieler den Spielball
von dem betreffenden Ball, ohne daß dieser sich bewegt, weg spielen.
Ist das nicht der Fall, so muß auf Durchstoß entschieden werden. (3)
Wenn der Spieler einen Ball, der den Spielball berührt, beim Stoß
nicht trifft, so ist das kein Foul, wenn a) der
betreffende Ball BALL ON ist. (4)
Wenn der Spielball so zum Stillstand kommt, daß er einen Ball, der
nicht BALL ON ist, berührt oder beinahe berührt, so muß der
Schiedsrichter die Frage des Spielers, ob die Bälle einander berühren
oder nicht, mit JA oder NEIN beantworten. Der Spieler muß von diesem
Ball weg spielen, ohne ihn dabei zu bewegen und muß mit diesem Stoß
einen BALL ON berühren. (5)
Wenn der Spielball sowohl einen BALL ON als auch einen Ball, der nicht
BALL ON sein kann, berührt, so soll der Schiedsrichter nur auf den BALL
ON als TOUCHING BALL zeigen. Fragt der Spieler, ob auch der Ball, der
nicht BALL ON ist, den Spielball berührt, so muß der Schiedsrichter
dies beantworten. (6)
Wenn sich ein TOUCHING BALL im Moment des Stoßes bewegt, der
Schiedsrichter jedoch der Meinung ist, daß die Bewegung des TOUCHING
BALL nicht vom Spieler verursacht wurde, so wird er nicht auf Foul
entscheiden. (7)
Wenn ein bereits stillstehender Objektball, der den Spielball nicht berührt,
während der Schiedsrichter dies überprüft, später den Spielball doch
noch berührt, bevor gestoßen wurde, so soll der Schiedsrichter die Bälle
in die vorhergehende Position zurückbringen. 3.9
BALL AN DER KANTE DER TASCHE (1)
Wenn ein Ball in eine Tasche fällt, ohne von einem anderen Ball
getroffen zu werden, und ohne daß er in irgendeiner Weise vom Stoßvorgang
bewegt wird, so soll der Ball in seine vorherige Position zurückgebracht
werden und alle erzielten Punkte zählen. (2)
Wenn ein Ball in eine Tasche fällt, ohne von einem anderen Ball
getroffen zu werden, und der Ball im Stoßvorgang getroffen worden wäre, a) so
werden - wenn der Stoß ohne Regelverletzung gespielt wurde - alle Bälle
in ihre vorherige Position zurückgebracht und der Stoß wiederholt;
oder der Spieler kann einen beliebigen anderen Stoß aus dieser Position
spielen. (3)
Wenn ein Ball kurz an der Kante der Tasche schwankt, dann aber fällt,
gilt er als in der Tasche und wird nicht auf den Tisch zurückgebracht. 3.10
SNOOKER NACH EINEM FOUL (1)
Wenn der Spielball nach einem Foul gesnookert ist, so soll der
Schiedsrichter auf FREE BALL entscheiden (siehe TZ 2.16). (2)
Wenn der Spieler, der nun an der Reihe ist, sich dafür entscheidet, den
nächsten Stoß zu spielen, a) so
darf er jeden beliebigen Ball als BALL ON nominieren und (3) Ein
Foul wird begangen, wenn der Spielball a) den
nominierten Ball nicht als erstes berührt, oder den nominierten Ball
gleichzeitig mit dem BALL ON nicht als erstes berührt. (4)
Wird ein FREE BALL gepottet, so wird er aufgesetzt und der Punktwert des
BALL ON mit dem Spielstand addiert. (5)
Wird der BALL ON gepottet, nachdem der Spielball zuerst den nominierten
Ball berührt hat, oder zuerst den nominierten Ball und den BALL ON
gleichzeitig berührt hat, so wird der Punktwert des BALL ON mit dem
Spielstand addiert und er kommt nicht wieder ins Spiel. (6)
Wenn der nominierte Ball und der BALL ON in einem Stoß gepottet werden,
so zählen nur die Punkte des BALL ON und der nominierte Ball wird
wieder aufgesetzt. War der BALL ON Rot, werden alle gepotteten Bälle
gezählt. (7)
Wenn der Spieler, der das Foul begangen hat, zum Weiterspielen
aufgefordert wird, so wird die FREE BALL-Entscheidung ungültig. 3.11
FOULS (1)
Wird ein Foul begangen, entscheidet der Schiedsrichter sofort auf FOUL. (2)
Wenn der Spieler noch keinen Stoß gemacht hat, so endet sein Spiel am
Tisch sofort und der Schiedsrichter gibt die Strafpunkte bekannt. (3)
Wenn ein Stoß gemacht wurde, so wird der Schiedsrichter warten, bis der
Stoß beendet ist und danach die Strafpunkte bekannt geben. (4) Ein
Foul, das weder vom Schiedsrichter bekanntgegeben, noch vom Gegenspieler
bzw. der gegnerischen Mannschaft reklamiert wurde, gilt nicht. (5)
Jede Farbe, die nicht korrekt aufgesetzt wurde, bleibt an ihrem Platz;
außer sie befindet sich irrtümlicherweise nicht auf dem Tisch; in
diesem Fall muß sie korrekt aufgesetzt werden. (6)
Alle Punkte, die in einem Break erzielt wurden, das von einer
Foul-Entscheidung beendet wird, werden dem Spieler gutgeschrieben;
jedoch darf er keine Punkte für die Bälle erhalten, die mit dem Stoß
erzielt wurden, in dem das Foul begangen wurde. (7) Der
nächste Stoß wird entweder aus der Position, in der der Spielball zum
Stillstand kommt, oder, wenn der Spielball vom Tisch gesprungen ist, als
Ball IN HAND gespielt. (8)
Werden mehrere Fouls in einem Stoß begangen, so müssen dem Gegner die
Strafpunkte des höchstwertigen Fouls gutgeschrieben werden. (9) Der
Spieler, der ein Foul begangen hat, a) wird
gemäß Regel TZ 3.12 bestraft. 3.12
STRAFEN (1)
Jedes Foul wird mit vier Strafpunkten geahndet, sofern es sich nicht um
ein höherwertiges Foul handelt, wie in den Regeln TZ 3.12 (2) und TZ
3.12 (5) unten ausgeführt. (2)
Strafen in der Wertigkeit des BALL ON: a) der
Spielball wird in einem Stoß mehr als einmal berührt. (3)
Strafen in der Wertigkeit des BALL ON oder des ausschlaggebendes Balles
je nach höherer Wertigkeit : a) Stoßen
zu einem Zeitpunkt, an dem noch nicht alle Bälle zum völligen
Stillstand gekommen sind. (4)
Strafe in der Wertigkeit des BALL ON oder des höheren Wertes der beiden
ausschlaggebenden Bälle, wenn der Spielball zuerst gleichzeitig zwei Bälle
berührt, bei denen es sich nicht um zwei Rote oder einen FREE BALL und
einen BALL ON handelt. (5)
Strafen von sieben Punkten: a)
benutzen eines Balles, der vom Tisch ist, zum Erschaffen eines persönlichen
Vorteils 3.13
WEITERSPIELEN LASSEN (1)
Wenn ein Spieler den anderen, nachdem der ein Foul begangen hat, zum
Weiterspielen aufgefordert hat, so kann diese Aufforderung nicht mehr
zurückgezogen werden. (2) Der
zum Weiterspielen Aufgeforderte ist nun dazu berechtigt a)
seine Entscheidung b)
Punkte für den Ball oder die Bälle, die er potten kann, zu erhalten. 3.14
FOUL UND MISS (1) Der
Spieler muß versuchen, den BALL ON unter dem besten Einsatz seiner Fähigkeiten
zu treffen. Sieht der Schiedsrichter diese Regel als verletzt an, so
erklärt er FOUL UND MISS, außer es ist nur noch Schwarz im Spiel, oder
die Bälle sind in einer Situation, in der es unmöglich ist, den BALL
ON zu treffen. In
letzterem Fall wird angenommen, daß der Spieler den BALL ON zu treffen
versucht, wenn er, nach Meinung des Schiedsrichters, direkt oder
indirekt und stark genug in die Richtung des BALL ON spielt, so daß
dieser, wäre er nicht von einem oder mehreren Bällen behindert,
getroffen worden wäre. (2)
Nachdem der Schiedsrichter FOUL UND MISS erklärt hat, kann der nächste
Spieler entscheiden, ob er den Spieler, der das Foul begangen hat, aus
der Position, in der die Bälle zum Stillstand gekommen sind, oder aus
der Ausgangsposition weiterspielen lassen will. In letzterem Fall wird
der BALL ON des vorhergegangenen Stoßes der BALL ON des folgenden Stoßes
und zwar: a) jede
Rote, wenn Rot BALL ON war. (3)
Wenn der Spieler einen BALL ON verfehlt und zwischen Spielball und dem
nominierten oder einem möglichen BALL ON eine gerade frei-liegende
Linie zu irgendeinem Punkt dieses oder einer dieser Bälle besteht, so
muß der Schiedsrichter FOUL UND MISS erklären, außer einer der beiden
Spieler benötigte bereits vor dem ausschlaggebenden Stoß, oder benötigt
nach dem ausschlaggebenden Stoß Snooker und der Schiedsrichter ist
davon überzeugt, daß das MISS nicht absichtlich begangen wurde. (4)
Wenn ein MISS gemäß Regel TZ 3.14 (3) ausgerufen wurde, d. h. zwischen
Spielball und einem nominierten oder möglichen BALL ON eine gerade
freiliegende Linie zu diesem oder einem dieser Bälle bestand, sodaß
zentraler, voller Ball-Kontakt möglich war (im Fall von Rot betrifft
dies alle Roten, die nicht durch eine Farbe behindert werden), dann a) gilt
ein weiterer Fehlversuch, einen BALL ON aus der Ausgangsposition zu
treffen, unabhängig vom Spielstand, als FOUL UND MISS. (5)
Wenn der Spielball, wie in dieser Regel vorgesehen, in seine
Ausgangsposition zurückgebracht wurde und zwischen Spielball und einem
gewählten oder möglichen BALL ON eine gerade, freiliegende Linie zu
jedem Punkt dieses oder einer dieser Bälle besteht, der Spieler aber
ein Foul begeht, indem er irgendeinen Ball, oder in Vorbereitung auf den
Stoß den Spielball berührt, so wird kein MISS ausgerufen, wenn der Stoß
noch nicht durchgeführt wurde. In diesem Fall wird die zutreffende
Strafe erteilt und a) der
nächste Spieler hat die Wahl, selbst weiterzuspielen, oder den Spieler,
der das Foul begangen hat, von der Position, in der die Bälle zum
Stillstand gekommen sind, weiterspielen zu lassen, oder (6)
Alle anderen MISS-Entscheidungen werden nach Ermessen des
Schiedsrichters getroffen. (7)
Nach einer MISS-Entscheidung und der Forderung des nächsten Spielers,
den Spielball in die Ausgangsposition zurückzubringen, bleiben alle Bälle,
die im vorangegangenen Stoß bewegt wurden, an dem Platz, an dem sie zum
Stillstand gekommen sind, es sei denn, der Schiedsrichter ist der
Meinung, daß aus der betreffenden Positionsveränderung ein Vorteil für
den Spieler, der das Foul begangen hat, entstanden ist. (8)
Wird irgendein Ball nach einer MISS-Entscheidung in seine
Ausgangsposition zurückgebracht, so werden beide betroffenen Spieler zu
der Position der Bälle befragt; danach trifft der Schiedsrichter seine
endgültige Entscheidung. (9) Berührt
ein Spieler während dieses Vorgangs einen Ball, der im Spiel ist, so
erhält er die dafür vorgesehene Strafe, so als ob er der Spieler wäre,
ohne Beeinflussung der Spielreihenfolge. Der betreffende Ball soll, wenn
dies notwendig ist, vom Schiedsrichter nach dessen Dafürhalten in die
Ausgangsposition zurückgebracht werden; auch wenn der betreffende Ball
in die Hand genommen wurde. (10)
Der nächste Spieler darf den Schiedsrichter fragen, ob er nur den
Spielball oder einen oder mehrere Objekt-Bälle in ihre Ausgangsposition
zurückbringen würde, wenn er von seinem Recht, den Stoß aus der
Ausgangsposition wiederholen zu lassen, Gebrauch machen würde. Der
Schiedsrichter muß seine Absicht darlegen. 3.15 BÄLLE,
DIE NICHT VOM SPIELER BEWEGT WURDEN (1)
Wird ein Ball, egal ob in Bewegung oder stillstehend, von irgendetwas
anderem als dem Spieler bewegt, so muß er vom Schiedsrichter in die
ursprüngliche Position zurückgebracht werden, wo der Ball seiner
Meinung nach war oder zum Stillstand gekommen wäre und es gibt keine
Strafpunkte. (2)
Diese Regel schließt den Fall ein, daß irgendein Vorfall oder eine
Person, mit Ausnahme seines Spielpartners, den Spieler dazu bringt,
einen Ball zu berühren oder zu bewegen. (3) Ein
Spieler darf für eine Bewegung der Bälle durch den Schiedsrichter
nicht bestraft werden. 3.16
PATTSITUATION (1)
Wenn der Schiedsrichter meint, daß ein Frame sich in einer
Pattsituation befindet oder auf eine solche zusteuert, so soll er den
Spielern anbieten, das Frame neu zu beginnen. Ist ein Spieler damit
nicht einverstanden, so soll unter der Bedingung weitergespielt werden,
daß sich die Situation in einer bestimmten Zeitspanne ändern muß.
Normalerweise wird diese Spanne auf drei weitere Stöße jedes Spielers
bzw. jeder Mannschaft festgelegt, doch liegt es am Schiedsrichter, das
zu bestimmen. (2) Ändert
sich die Situation in der festgelegten Zeitspanne nicht grundlegend, so
muß der Schiedsrichter die Punktestände annullieren und den Frame neu
starten und a)
derselbe Spieler eröffnet diesen mit dem ersten Stoß und 3.17
DOPPEL (1) In
einem Doppel beginnen die beiden Partner abwechselnd, wenn ihrer
Mannschaft der Eröffnungsstoß zukommt. Die Spielreihenfolge muß am
Beginn jedes Frames festgelegt werden und darf während eines solchen
nicht geändert werden. (2) Die
Spieler können die Reihenfolge am Beginn eines neuen Frames ändern. (3)
Wurde ein Foul begangen und die andere Mannschaft fordert zum
Weiterspielen auf, so spielt der Spieler, der das Foul begangen hat,
weiter, auch wenn das Foul von einem Spieler begangen wurde, der nicht
an der Reihe war. Die ursprüngliche Spielreihenfolge wird aber
beibehalten, sodaß es möglich ist, daß der Partner des Spielers, der
das Foul begangen hat, in der Spielreihenfolge einmal übersprungen
wird. (4)
Endet ein Frame mit Punktgleichstand, kommt Regel TZ 3.4 zur Anwendung.
Wird Schwarz nach dem Potten aller Bälle nochmals auf dem Spot plaziert,
um eine Entscheidung des Frames herbeizuführen, so hat die Mannschaft,
die den ersten Stoß spielt, die Wahl, welcher von beiden Spielern
beginnt. Die Spielreihenfolge des Frames wird aber beibehalten. (5) Die
Partner dürfen sich während eines Frames besprechen, außer a)
einer von beiden ist der Spieler und befindet sich gerade am Tisch. 3.18
DIE VERWENDUNG ZUSÄTZLICHER AUSRÜSTUNG (1) Der
Spieler ist für das Herbeibringen und Entfernen von zusätzlicher Ausrüstung
an den Tisch verantwortlich. (2) Der
Spieler ist für alle Gegenstände, die er am Tisch zu Hilfe nimmt (was
auch Brücken und Verlängerungen einschließt, aber nicht allein auf
diese beschränkt ist) verantwortlich, ganz gleich, ob diese aus seinem
Besitz sind oder ausgeborgt wurden, ausgenommen sie stammen aus dem
Besitz des Schiedsrichters. Der Spieler wird für alle Fouls, die beim
Benutzen solcher Hilfsmittel begangen werden, bestraft. (3) Für
Ausrüstungsgegenstände, die sich üblicherweise am Tisch befinden bzw.
nicht aus dem Besitz des Spielers, sondern des Mitspielers oder des
Schiedsrichters stammen, kann der Spieler nicht verantwortlich gemacht
werden. Sollte sich ein solcher Ausrüstungsgegenstand als fehlerhaft
erweisen und der Spieler dadurch einen Ball berühren, so wird kein Foul
ausgerufen. Der Schiedsrichter wird, wenn das notwendig ist, den oder
die betroffenen Bälle in ihre Ausgangsposition zurückbringen wie in TZ
3.15 festgelegt und der Spieler setzt sein Break fort, ohne daß eine
Strafe verhängt wird. 3.19
ANMERKUNGEN (1) Die
in diesen Regeln und Definitionen benutzten Wörter, die Personen männlichen
Geschlechts bezeichnen, sind genauso auf Personen weiblichen Geschlechts
anzuwenden. (2) Bei
Körperbehinderten können die Umstände Regelanpassungen erfordern. Zum
Beispiel: a)
Regel TZ 3.12 (2) b) darf auf Rollstuhlfahrer nicht angewandt werden. (3)
Gibt es in einem Spiel keinen Schiedsrichter, so muß der Gegner bzw.
die gegnerische Mannschaft zur Anwendung dieser Regeln als solcher
angesehen werden. 4.0 DIE
SPIELER 4.1
ZEITVERZÖGERUNG Ist der
Schiedsrichter der Meinung, daß ein Spieler für einen Stoß oder die
Auswahl eines Stoßes ungewöhnlich viel Zeit in Anspruch nimmt, so muß
er den betreffenden Spieler warnen, daß die Zuerkennung des Frames an
seinen Gegner droht. 4.2
UNFAIRES BENEHMEN Weigert
sich ein Spieler, einen Frame fortzusetzen, oder ist sein Benehmen nach
Meinung des Schiedsrichters absichtlich oder beharrlich unfair
(einschließlich wiederholtes Zeitverzögern nach einer Verwarnung gemäß
TZ 4.1) oder benimmt er sich ungebührlich, so soll er den Frame
verlieren und der Schiedsrichter soll ihn davor warnen, daß die
Fortsetzung seines Betragens mit Spielverlust geahndet wird. 4.3
STRAFEN (1)
Wird ein Frame gemäß TZ 4.2 eingebüßt, so soll der Spieler, der die
Strafe erhält, a) den
Frame verlieren und (2)
Wird ein Spiel gemäß TZ 4.2 eingebüßt, so soll der Spieler, der die
Strafe erhält, a) den
Frame, der gerade gespielt wird, wie in 4.3 (1) verlieren und 4.4 DER
SPIELER, DER NICHT AM STOSS IST Der
Spieler, der nicht am Stoß ist, soll zu der Zeit, in der der Spieler am
Tisch spielt, vermeiden, in der Sichtlinie des Spielers zu stehen oder
sich in dieser zu bewegen. Er soll in einem angemessenen Abstand vom
Tisch stehen oder sitzen. 4.5
ABWESENHEIT Im
Falle seiner Abwesenheit darf der Spieler, der nicht am Stoß ist, einen
Stellvertreter ernennen, der seine Interessen vertritt und Fouls
reklamieren darf, wenn dies notwendig sein sollte. Der Spieler muß dem
Schiedsrichter die betreffende Person nennen, bevor er den Tisch verläßt. 4.6
AUFGEBEN (1) Ein
Spieler darf nur aufgeben, wenn er am Stoß ist. Der andere kann die
Aufgabe annehmen oder zurückweisen; diese wird null und nichtig, wenn
er sich dazu entschließt, weiterzuspielen. (2)
Wurde das Spiel auf eine Gesamtpunktzahl festgelegt und ein Frame wird
aufgegeben, so wird der Wert aller am Tisch verbliebenen Bälle dem
gegnerischen Punktestand hinzuaddiert. In diesem Fall erhält der Gegner
acht Punkte für jede Rote, wobei alle Farben, die sich unrichtigerweise
nicht auf der Spielfläche befinden, gezählt werden, als wären sie auf
der Spielfläche. 5.0 DIE
SPIELLEITUNG 5.1 DER
SCHIEDSRICHTER (1) Der
Schiedsrichter a) ist
der alleinige Richter über faires und unfaires Spiel. (2) Der
Schiedsrichter darf nicht a) auf
Fragen antworten, die in den Regeln nicht vorgesehen sind. (3) Hat
der Schiedsrichter einen Vorfall nicht bemerkt, so kann er die Aussagen
des Markers oder Angehöriger der Spielleitung oder der Zuschauer, die
die beste Sicht haben, zur Unterstützung seiner Entscheidung
heranziehen. 5.2 DER
MARKER Der
Marker soll den Spielstand auf der Anzeigetafel einstellen und dem
Schiedsrichter bei der Ausführung seines Amtes behilflich sein. Er soll
auch, wenn dies notwendig ist, das Protokoll führen. 5.3 DER
PROTOKOLLFÜHRER Der
Protokollführer soll während des gesamten Matches eine Eintragung für
jeden Stoß, für jedes Foul und über die erzielten Punkte machen. Er
soll auch die Höhe der gespielten Breaks notieren. 5.4
UNTERSTÜTZUNG DURCH DIE SPIELLEITUNG (1) Auf
Bitte des Spielers soll der Schiedsrichter oder der Marker eine
Lichtquelle, die den Spieler behindert, wegbewegen und weghalten. (2) Es ist dem Schiedsrichter und dem Marker erlaubt, behinderten Spielern den Umständen entsprechend zu Hilfe zu kommen. Stand 1999 |